Wie Solarheld die Empfehlung berechnet
Diese Seite richtet sich an Fachpartner, die verstehen möchten, wie Solarheld die Empfehlung auslegt und welche Datenquellen dahinterstehen. Solarheld zeigt dem Endkunden genau eine Anlage mit einem Begründungssatz, darunter eine Alternative-Zeile (dieselbe Anlage ohne Speicher). Es gibt nichts auszuwählen.
1. Auslegung
Die Anlagengrösse folgt einer festen Regel — der kleinste von drei Werten gewinnt:
- Dachmaximum aus den Sonnendach-Daten: nutzbare Fläche der gewählten Dachflächen (85 % der Bruttofläche für Abstände und Brandschutz), belegt mit Standardmodulen à 490 Wp (ca. 2.15 m² pro Modul).
- 1.7 × die Anlage, die 100 % des Jahresverbrauchs deckt — der Verbrauch kommt aus der Stromrechnung des Kunden oder aus der Haushaltsschätzung (Haushaltsgrösse, Wärmepumpe, E-Auto usw.).
- 30 kWp — dort knickt die Einmalvergütung (360 → 300 CHF/kWp), und eine EFH-Anlage verlässt den Wohnbereich.
Mindestens 6 Module. Der spezifische Ertrag kommt aus der Sonnendach-Einstrahlung der gewählten Flächen mit einer Performance Ratio von 0.84.
Warum 1.7: Mit dem degressiven Kostenmodell (Grundkosten plus variabler Anteil pro kWp, kalibriert an einer realen Offerte) liegt das Amortisations-Optimum bei 1.6–1.8 × des Jahresverbrauchs. Jedes zusätzliche kWp kostet nur noch den variablen Anteil, wovon die Einmalvergütung einen grossen Teil trägt — bis etwa 1.7 × bezahlt sich der Zubau schneller als die Anlage im Durchschnitt. Darüber kippt es. Praxisanker: enido plante für ein EFH in Birsfelden 183 % Verbrauchsdeckung.
Speicher: immer Teil der Empfehlung. Faustregel 1 kWh pro 1'000 kWh Jahresverbrauch, begrenzt auf 5–15 kWh. Die Alternative ist dieselbe Anlage ohne Speicher — sie steht als eine Zeile unter der Empfehlung und ist nicht wählbar.
| Anzeige | Anlagengrösse | Speicher | Autarkie (typisch) | Amortisation |
|---|---|---|---|---|
| Empfehlung | nach Regel oben | ca. 1 kWh je 1'000 kWh (5–15 kWh) | ~60–65 % | ähnlich |
| Alternative | dieselbe | ohne | ~30 % | ähnlich |
Die Autarkie-Werte stammen aus einer linearen Eigenverbrauchskurve (Verhältnis Produktion zu Verbrauch, mit und ohne Speicher). Das Modell unterscheidet Speicher nur als ja/nein — eine Autarkie-Differenz zwischen Speichergrössen wird dem Kunden bewusst nicht behauptet.
2. Empfehlungs-Logik
Die Empfehlung folgt ausschliesslich Dach, Verbrauch und EIV-Stufe. Die Motivation des Kunden aus dem Konfigurator (Stromkosten, Unabhängigkeit, E-Auto usw.) steuert keine Technik — sie steht in der HubSpot-Note als Gesprächskontext und prägt die Ansprache in der Auswertung.
| Was Sie übernehmen | Was Sie neu festlegen |
|---|---|
| Dachdaten (Flächen, Neigung, Ausrichtung, Einstrahlung), Jahresverbrauch bzw. Haushaltsschätzung, Interessen wie E-Auto oder Wallbox, die Motivation des Kunden. | Modulzahl und Belegung, Speichergrösse, Komponenten, Kosten. Die Empfehlung ist ein Startpunkt für das Gespräch, keine Vorgabe. |
Bei Dach-Score 4 (Dach ≥ 30 Jahre, Renovation empfohlen) wird der Lead aus dem Nurture-Flow ausgeschlossen.
Datenquellen
| Quelle | Verwendet für |
|---|---|
| Swisstopo Sonnendach | Dachfläche, Neigung, Ausrichtung, Globalstrahlung, Eignungsklasse |
| ElCom | Aktuelle Strompreise und Einspeisetarife nach Gemeinde |
| Pronovo / BFE | Einmalvergütung (KLEIV) nach Anlagengrösse |
Alle Angaben sind Richtwerte und ersetzen keine professionelle Detailplanung. Die Empfehlung dient als datenbasierte Grundlage für das Erstgespräch zwischen Fachpartner und Endkunde. Solarheld zeigt Endkunden bewusst keine Investitionskosten — diese hängen zu stark von Fachpartner, Dachkomplexität und Kanton ab.