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Ist mein Dach geeignet für eine Solaranlage?

Aktualisiert am 11. April 2026Lesezeit: 5 min🇨🇭 Schweiz

Das Wesentliche in Kürze

  • Die meisten Schweizer Dächer sind grundsätzlich für Solar geeignet.
  • Entscheidend sind vier Faktoren: Ausrichtung, Neigung, Verschattung und verfügbare Fläche.
  • Auch Ost-West-Dächer und Flachdächer funktionieren — oft besser als gedacht.
  • Solarheld prüft Ihr Dach automatisch mit offiziellen Bundesamt-Daten.
Prüfen Sie jetzt Ihr Dach — kostenlos in unter 3 Minuten

Die 4 Faktoren der Dacheignung

Ob ein Dach für Solar geeignet ist, hängt von vier messbaren Faktoren ab. Die gute Nachricht: Perfekte Bedingungen sind selten nötig. Auch unter nicht-idealen Voraussetzungen lohnt sich Solar fast immer.

1. Ausrichtung

Süden ist optimal — dort erreichen Sie 100 % des möglichen Jahresertrags. Aber auch Südost und Südwest liegen bei rund 95 %. Ost- und Westdächer erreichen immer noch ca. 80 % und haben den Vorteil, dass die Produktion gleichmässiger über den Tag verteilt ist. Nur reine Norddächer (weniger als 60 % Ertrag) sind in der Regel unwirtschaftlich.

2. Neigung

In der Schweiz liegt der ideale Neigungswinkel bei 20–35°. Steilere Dächer (bis 50°) verlieren nur wenige Prozent Ertrag und profitieren dafür im Winter von besserer Ausbeute und weniger Schnee auf den Modulen. Flachdächer werden mit einer Aufständerung im optimalen Winkel bestückt — das funktioniert hervorragend.

3. Verschattung

Schatten durch Bäume, Nachbargebäude, Kamine oder Gauben reduziert den Ertrag. Entscheidend ist nicht nur Vollschatten, sondern auch Teilverschattung — etwa durch einen Baum, der im Sommer nur morgens Schatten wirft. Moderne Leistungsoptimierer minimieren den Einfluss einzelner verschatteter Module auf die Gesamtanlage.

4. Verfügbare Fläche

Für eine wirtschaftlich sinnvolle Anlage brauchen Sie mindestens ca. 15 m² nutzbare Dachfläche. Dachfenster, Gauben, Kamine und Lüftungsanlagen reduzieren die nutzbare Fläche. Bei Flachdächern müssen Abstände zwischen den Modulreihen berücksichtigt werden, damit sich die Reihen nicht gegenseitig verschatten.

So prüft Solarheld Ihr Dach

Solarheld nutzt die offiziellen Daten des Bundesamts für Energie (BFE) von sonnendach.ch. Diese basieren auf einem hochaufgelösten 3D-Modell der gesamten Schweiz.

Was die Daten enthalten

  • Globalstrahlung pro Dachfläche — wie viel Sonnenenergie jährlich auf jede einzelne Dachfläche trifft (in kWh/m²/Jahr).
  • Ausrichtung und Neigung — automatisch berechnet aus dem 3D-Modell, für jede Dachteilfläche separat.
  • Eignungsklasse — das BFE bewertet jede Dachfläche auf einer Skala von 1 (gering) bis 5 (hervorragend).
  • Verschattung durch Gelände und Gebäude — im 3D-Modell berücksichtigt. Temporäre Verschattung durch Bäume kann abweichen.

Wie der Konfigurator daraus eine Empfehlung berechnet

Sobald Sie Ihre Adresse eingeben, ruft Solarheld die Daten für Ihr Dach ab. Der Konfigurator kombiniert die Dachdaten mit Ihrem Stromverbrauch, Ihrem Haushaltsprofil und Ihren Präferenzen (z.B. Elektroauto, Speicher). Daraus entstehen vier Szenarien — von der kompakten Einstiegsanlage bis zur Volldach-Lösung — mit konkreten Zahlen zu Ertrag, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit.

Gut zu wissen: Die Bundesamt-Daten decken über 99 % aller Gebäude in der Schweiz ab. Falls Ihr Dach nicht gefunden wird (z.B. Neubau), können Sie die Werte manuell eingeben.

Häufige Mythen zur Dacheignung

Viele Hauseigentümer überschätzen die Anforderungen an ihr Dach. Drei Mythen, die wir regelmässig hören:

«Mein Dach zeigt nach Osten — lohnt sich nicht.»

Falsch. Ein Ostdach erreicht rund 80 % des Jahresertrags einer Südanlage. Gleichzeitig produzieren Sie morgens Strom, wenn viele Haushalte einen hohen Verbrauch haben (Frühstück, Warmwasser). In Kombination mit einem Westdach auf der anderen Seite entsteht eine sehr wirtschaftliche Ost-West-Anlage mit gleichmässiger Tagesproduktion.

«Flachdach geht nicht.»

Falsch. Flachdächer eignen sich sogar besonders gut: Die Module werden mit einer Aufständerung im optimalen Winkel montiert, und Sie können die Ausrichtung frei wählen. Der einzige Nachteil: Es braucht etwas mehr Fläche wegen der nötigen Abstände zwischen den Modulreihen, damit sich diese nicht gegenseitig verschatten.

«Zu viel Schatten — das bringt nichts.»

Nicht unbedingt. Teilverschattung ist mit modernen Leistungsoptimierern gut beherrschbar. Diese sorgen dafür, dass ein verschattetes Modul nicht die Leistung der gesamten Anlage herunterzieht. Nur bei dauerhafter Vollverschattung (z.B. durch ein höheres Nachbargebäude) lohnt sich der betroffene Dachbereich tatsächlich nicht.

Häufige Fragen

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