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Welche Solaranlage passt zu mir? — So wird Ihre Anlage ausgelegt

Aktualisiert am 28. September 2026Lesezeit: 6 min🇨🇭 Schweiz

Das Wesentliche in Kürze

  • Solarheld zeigt Ihnen genau eine Anlage — ausgelegt auf Ihr Dach und Ihren Stromverbrauch, nicht auf ein Paket aus dem Katalog.
  • Die Grösse folgt einer festen Regel: der kleinste von drei Werten gewinnt — was aufs Dach passt, 1.7-mal Ihr Jahresverbrauch, 30 kWp.
  • Ein Speicher gehört dazu. Direkt darunter sehen Sie, was dieselbe Anlage ohne Speicher bringt — die eine Entscheidung, die wirklich etwas bewegt.
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Warum eine Empfehlung statt vier Varianten?

Viele Solarrechner zeigen am Ende drei oder vier Pakete: klein, mittel, gross, maximal. Das wirkt nach Auswahl — ist aber meist dieselbe Anlage in verschiedenen Grössen, und die Modulzahl legt am Ende ohnehin der Fachpartner fest, wenn er das Dach gesehen hat.

Solarheld ist diesen Weg selbst gegangen und wieder abgekommen. Die Auswertung von über achtzig Analysen hat gezeigt: Die kleineren und grösseren Varianten unterschieden sich in der Amortisation kaum. Was sich real unterschied, war eine einzige Frage — mit oder ohne Speicher.

Deshalb zeigt der Konfigurator heute eine Empfehlung mit einem Begründungssatz, darunter eine Zeile mit der Alternative. Nichts zum Anklicken, nichts zum Vergleichen — dafür eine Anlage, die zu Ihrem Dach und Ihrem Verbrauch passt, und die eine Entscheidung, die Sie selbst treffen.

So entsteht die Anlagengrösse

Die Grösse der empfohlenen Anlage ist der kleinste von drei Werten:

  1. Was auf Ihr Dach passt. Aus den Sonnendach-Daten des Bundes kennt Solarheld die Fläche, Neigung und Ausrichtung jeder Dachfläche, die Sie auf der Karte gewählt haben. Rund 85 % davon sind nutzbar — der Rest geht für Randabstände und Brandschutz drauf.
  2. 1.7-mal Ihr Jahresverbrauch. Die Anlage wird so ausgelegt, dass sie übers Jahr rund 170 % Ihres Stromverbrauchs produziert. Der Verbrauch kommt aus Ihrer Stromrechnung oder aus der Haushaltsschätzung (Personen, Wärmepumpe, Elektroauto).
  3. 30 kWp. Darüber sinkt die Einmalvergütung des Bundes pro Kilowatt, und eine Anlage dieser Grösse verlässt den Bereich eines Einfamilienhauses.
Der kleinste von drei Werten gewinntpasst aufs DachDachflächeEmpfehlung1.7 × VerbrauchObergrenze30 kWpTypisches Einfamilienhaus: meist begrenzt der Verbrauch, bei kleinen Dächern die Fläche.

Warum 1.7 und nicht 1.0? Weil eine Solaranlage Grundkosten hat — Gerüst, Wechselrichter, Anschluss, Planung — die unabhängig von der Modulzahl anfallen. Jedes weitere Modul kostet nur noch den variablen Anteil, und davon trägt die Einmalvergütung des Bundes einen guten Teil. Bis etwa zum 1.7-Fachen des Verbrauchs bezahlt sich der Zubau schneller als die Anlage im Durchschnitt. Darüber kippt es: Der zusätzliche Strom geht fast vollständig ins Netz, und die Einspeisevergütung liegt deutlich unter dem Bezugspreis.

Der Bereich 1.6 bis 1.8 ist das Amortisations-Optimum des Solarheld-Kostenmodells, kalibriert an einer realen Offerte aus dem Jahr 2026. Die Anlage hat mindestens sechs Module. Alle Werte sind Richtwerte — die Detailplanung erfolgt durch den Fachpartner.

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Warum die Empfehlung einen Speicher enthält

Solarstrom fliesst tagsüber, verbraucht wird er oft abends. Ohne Speicher nutzen die meisten Haushalte darum nur rund 30 % ihres Verbrauchs direkt mit eigenem Strom — der Rest geht ins Netz und wird abends wieder zugekauft. Ein Batteriespeicher verschiebt den Tagesüberschuss in die Abendstunden und hebt diesen Autarkiegrad auf rund 60 bis 65 %.

Die Grösse folgt einer Faustregel: rund 1 kWh Speicher je 1'000 kWh Jahresverbrauch, mindestens 5 und höchstens 15 kWh. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 4'000 bis 10'000 kWh liegt das im Bereich, für den die Erfahrungswerte gelten. Die genaue Dimensionierung übernimmt der Fachpartner.

Was ein Speicher nicht kann: Sommerstrom in den Winter retten. Er gleicht den Tag aus, nicht das Jahr. Deshalb liegt der Autarkiegrad auch mit Speicher unter dem Deckungsgrad — die Anlage produziert übers Jahr mehr, als Sie verbrauchen, aber nicht in jedem Monat.

EmpfehlungAlternative
Anlagengrössenach der Regel obendieselbe
Batteriespeicherca. 1 kWh je 1'000 kWhohne
Autarkiegrad (typisch)rund 60–65 %rund 30 %
Amortisationähnlichähnlich

Richtwerte aus dem Solarheld-Rechenmodell. Keine Investitionskosten dargestellt — konkrete Preise stehen im kostenlosen Angebot des Fachpartners.

Ein Beispiel aus dem Rechenmodell

Ein Einfamilienhaus mit 6'000 kWh Jahresverbrauch, Süddach mit 30° Neigung und guter Einstrahlung (1'150 kWh/m² und Jahr). So liest sich die Empfehlung im Konfigurator:

Ihre Solar-Empfehlung

Ausgelegt auf Ihr Dach (9.8 kWp auf 43 m²) und Ihren Verbrauch (6'000 kWh/Jahr) — mit Speicher (ca. 6 kWh) für rund 67% Autarkie.

Anlage
9.8 kWp · 20 Module
Ertrag pro Jahr
9'467 kWh
Deckungsgrad
158 %
Autarkiegrad
67 %
Ersparnis pro Jahr
CHF 1'471
Bezahlt nach
ca. 10 Jahren

Ohne Speicher: rund 28% Autarkie, bezahlt nach ca. 11 Jahren.

Die Anlage produziert 158 % des Verbrauchs, genutzt werden davon 67 % — der Unterschied ist der Sommerüberschuss, der ins Netz geht. Ohne Speicher sinkt der Autarkiegrad auf 28 %, die Amortisation verschiebt sich um ein Jahr. Genau diese zwei Zahlen sind der Vergleich, den Sie im Konfigurator sehen.

Und was ist mit meinen Zielen?

Der Konfigurator fragt, was Ihnen am wichtigsten ist — Stromkosten senken, unabhängiger werden, das Elektroauto laden. Diese Angabe verändert die Anlage nicht. Sie prägt die Ansprache in Ihrer Auswertung und geht als Gesprächskontext an den Fachpartner, damit er weiss, worauf es Ihnen ankommt.

Was die Anlage verändert, sind Ihre Stromverbraucher: Ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe erhöhen den Jahresverbrauch — und damit über die 1.7-Regel die empfohlene Grösse. Deshalb fragt Solarheld danach, nicht nach einem Wunschpaket.

Die Empfehlung ist damit ein Startpunkt: eine Anlage, die zu Ihrem Dach und Ihrem Verbrauch passt, mit einer klaren Begründung. Was der Fachpartner daraus macht — Belegung, Komponenten, Speichergrösse, Preis — steht im kostenlosen Angebot.

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